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Der wahre Hintergrund

Am Anfang stand eine Zeitungsmeldung und ein Toter

Die Idee zu den "Brotkäfern" entstand, als wir im Spätsommer 1998 in der Ostseezeitung ein Interview des damals frisch gebackenen Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern Harald Ringstorff lasen. Nach der gerade gewonnen Wahl kündete er von einer sonnigen Zukunft. Soziales Engagement und finanzielle Hilfe werde das Land im Norden wärmen. Im gleichen Atemzug erklärte er auch, daß er diese Leistung durch Fernwärme erreichen wolle. Schließlich könne das von Arbeitslosigkeit besonders gebeutelte Land die ernormen Kosten des Aufbaus und des sozialen Netzes unmöglich alleine tragen. Die Kommunen müßten, so Ringstorff, von Bonn unterstützt werden.

Dieses bestechend einfache Finanzierungskonzept wäre weder neu noch der weiteren Erwähnung wert, wenn die Misere Mecklenburg-Vorpommerns tatsächlich nur auf dem Niedergang von Fischfang, Werften und Landwirtschaft beruhte. Tut sie aber nicht.

Tatsächlich haben einige (nicht wenige) ordentlich abgesahnt, was in andere Taschen, eigentlich die öffentliche Hand, gehört hätte. Es geht um Grundstückverkäufe. Erholungs- und Einfamilienhausgrundstücke - so die Fachtermini. Vermutungen, die Begriffe seien entstanden, weil sich beim billigen Erwerb eines hinter dem Deich gelegenen 3000 m²-Grundstücks und der eingetretenen Wertsteigerung auf das 25 - 100-fache des Kaufpreises bequem das Konto des Käufers erholt oder man eine Familie vom Weiterverkauf auf Jahre ernähren kann, wären boshaft - aber auch nicht gänzlich falsch.

Und dieses einmalig sahnige Ereignis konnte nur stattfinden, wenn die öffentliche Hand sich schützend vor das öffentliche Auge legt, so daß das öffentliche Auge verdunkelt einschläft. Ein Zustand, in dem es in unserem nördlichen Lieblingsbundesland wohl möglich noch verharrt. Aber natürlich sind Ausführungen, die irgend eine Behörde und z.B. deren Überwachungsauftrag betreffen, reine Spekulation, wissen wir doch alle um den nimmer müden und bis in Behördenspitzen kompromißlos entschlossenen Einsatz unserer Beamten. Es liegt uns fern, eine ganze - nicht beleidigungsfähige - Personengruppe über einen Kamm zu scheren, außerdem sind auch der Größe eines Kamms Grenzen gesetzt.

Was nun den Toten angeht, so hörten wir, ein Gemeindevertreter einer kleinen Gemeinde an der Ostseeküste habe in einer Sitzung vor den Sommerferien angekündigt, daß er gegen solche Geschäfte vorgehen wolle, sobald er aus seinem Sommerurlaub zurückkehren werde. Nun, er kehrte nicht zurück, sondern kam bei einem Badeunfall ums Leben.

Daß aus den "Brotkäfern" ein Krimi wurde, liegt an der unglücklichen Verknüpfung dieser Grundstücksgeschäfte mit jenem Todesfall und natürlich der Tatsache, daß auch die Autoren bei einem Sachbuch eingeschlafen wären.

Claudia Trippel & Lars Wippern
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